Einwohnerantrag

Einwohnerantrag nach § 22 a Niedersächsische Gemeindeordnung an den Rat der Stadt Lehrte:
„Der Rat der Stadt Lehrte möge beschließen:
- Auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik (so genannte C-Fläche) soll kein Bau- und Gartenmarkt angesiedelt
- Der Ratsbeschluss vom 24. Juni 2009 (Tagesordnungspunkt 7, Bebauungsplan Nr. 00/91 „Lehrte Mitte“ Teilplan 00/91 B „Östlich der Manskestraße“, 1. Änderung – Grundsatzbeschluss zur Durchführung eines Vorhaben- und Erschließungsplanes) wird aufgehoben.“
Begründung:
Die bisherige Planung für die C-Fläche schließt die Ansiedlung eines Baumarktes aus. Daran soll festgehalten werden. Denn ein Baumarkt dort würde die jetzt schon bestehenden verkehrlichen Probleme auf der Germaniastraße, der Manskestraße, dem dort gelegenen Kreisel und an der Kreuzung Germaniastraße/Berliner Allee weiter verschärfen. Außerdem würde der Bau- und Gartenmarkt mit seinem auch innenstadtrelevanten Angebot die bestehenden Geschäfte in der Burgdorfer Straße, dem Neuen Zentrum und der gesamten eigentlichen Innenstadt in ihrem Fortbestand gefährden. Gleiches gilt für die bereits vorhandenen Bau- und Gartenmärkte.
Kostendeckungsvorschlag:
Einnahmeausfälle sind nicht zu erwarten. Denn ein Baumarkt der OBI-Kette wäre eine Niederlassung des Konzerns, die Gewinne würden an den Konzern fließen und Gewerbesteuern mithin in Lehrte nicht entrichtet. Soweit doch Gewerbesteueranteile auf Lehrte entfallen sollten, wären diese weitaus niedriger, als die mit der Ansiedlung verbundenen Kosten für die verkehrliche Erschließung (insbesondere Linksabbiegerspuren Germaniastraße). Außerdem verlöre die Stadt Steuereinnahmen anderer Geschäftstreibender, so dass insgesamt negative finanzielle Folgen für den Haushalt der Stadt Lehrte durch einen Beschluss entsprechend des Einwohnerantrags nicht zu erwarten sind. Sollte bereits zum jetzigen Zeitpunkt die HBB einen Schadenersatz im Vertrauen auf den Ratsbeschluss vom 24. Juni 2009 geltend machen, wäre dieser aus den Einnahmen zu bestreiten, die dem Haushalt der Stadt Lehrte aus den bleibenden Einnahmen durch den Erhalt der bestehenden Geschäfte erwachsen.
Vertretungsberechtigte Personen für
diesen Einwohnerantrag sind:
Uli Henschel sen., Große Moorstrasse 23, 31275 Lehrte,
Ronald Schütz, Everner Straße 4 a, 31275 Lehrte und
Klaus Sidortschuk, Jacobyweg 9, 31275 Lehrte


Ich gratuliere den Verantwortlichen für den gelungenen Auftakt dieser Aktion!
Die gefühlte Ohnmacht der Lehrter Bürger, die diesen politischen Betrug bislang hinnehmen mussten, hat endlich ein Ventil gefunden und wird den Lehrter Politikern eine symbolische Ohrfeige verpassen.
Ich hoffe, dass dieses basis-demokratische Handeln von vielen unterstützt wird und am Ende eine Korrektur des Ratsbeschlusses erreicht wird!
Es gibt keine vernünftigen Argumente GEGEN den Baumarkt, ausser einer Debatte voller Halbwahrheiten und Verleumdungen. Wie war das mit dem auf den Gegenplaketen gedruckten Spruch der Mindestlöhne? Ich kenne einige OBI-Mitarbeiter die gutes Geld verdienen und froh sind, dort zu arbeiten und die arbeiten nicht auf 400-Euro-Basis, sondern Vollzeit. Aber lassen wir das.
Die vorhandenen Baumärkte reichen? Sicher, wenn Treude mal begreift, dass ein Schlauch nicht 14,90 Euro kosten muss, wenn er woanders nur 3 Euro kostet (überall woanders außer bei Treude) – Achtung, überspitztes Beispiel!
Und der hagebaumarkt müsste mal lernen, dass er von seinen Kunden lebt. Wenn man es dort mal wagt, jemanden anzusprechen, dann wird man noch dumm angemacht, weil man ja den Büro- oder Marktschlaf desjenigen zerstört hat. Selten habe ich so unfreundliche Mitarbeiter gesehen.
Das Geld fließt nicht nach Lehrte, was hier eingenommen wird? Selten dummes Argument. Von Steuerrecht scheinen einige hier wenig Ahnung zu haben.
Und so kann man zu jedem Argument ein passendes Gegenargument finden und alle Argumente dieser tollen Kampagne hier widerlegen. ALLE!
Aber was solls. Alternativen haben die Kampagnenbetreiber ja auch nicht anzubieten. Hauptsache, man hat am Stammtisch beim Bier wieder ne tolle Idee gehabt. Wir müssen was zerreden. So war es beim E-Center und so ist es jetzt wieder. Ihr seid schon alle toll, da schämt man sich als Lehrter, dass man mit Euch in einer Stadt wohnen muss.
Was könnt Ihr außer orangene Plakate malen, dort den Namen OBI schön verstecken und große Reden schwingen? Legt doch mal Eure Alternativen vor. Macht doch mal Lehrte attraktiv. Aber das könnt Ihr nicht. Wenns nach Euch geht, dann ist hier in 50 Jahren alles noch so, wie es jetzt ist. Nein halt. Das E-Center wird natürlich vorher wieder abgerissen.
Diese Ignoranz in dieser Stadt und diese Hahnenkämpferei von irgendwelchen Möchtegern-Geschäftsleuten, die sich der aktuellen Wirtschaftslage nicht anpassen können ist doch wirklich nicht mehr zum Aushalten. Armes Lehrte!
Ich kann mich Herrn Rosenberg hier nur anschließen.
Inhaltlich haben die Gegner hier nichts zu bieten. Hauptsache dagegen.
Da machen sich irgendwelche “selbsternannten, möchtegerne Städteplaner oder Entwickler” stark um das private Vermögen eines Baumarktbetreibers zu schützen. Ich frage mich wieviele Vollzeitmitarbeiter Treude eigentlich beschäftigt. Abgesehen davon dass die beiden Treudes mit rund 180.000 € im Jahr nach Hause gehen, dürften die Mitarbeiter wohl nicht so gut dastehen.
Es wird Zeit das sich etwas ändert und ich kann es nur begrüßen dass es noch Investoren gibt die bereit sind in Lehrte zu investieren. Lehrte braucht einen Kundenmagneten um auch noch Kunden von außerhalb anzulocken. Obi ist dafür perfekt. Drücken wir dem Obi die Daumen dass er bald eröffnen kann!
Lieber Herr Rosenberg,
eigentlich wollte ich Ihnen selbst antworten, aber bei stöbern auf der Internetseite Kommunalblog Lehrte bin ich auf einen sehr interessanten Kommentar diesbezüglich gestossen, sodaß ich diesen hier zitieren möchte. Ich finde diesen sehr passend und habe dem nichts mehr hinzu zufügen.
“Keine Aufenthaltserlaubnis für „Mobil für Lehrte”
24. August 2009 kommunalblog Kommentieren Kommentare lesen
Während die Protagonisten auf allen Seiten sich wohl eher zur Ruhe verpflichtet haben und im Verborgenen ihre Pläne schmieden, war ein wenig Zeit, mal wieder auf der Internetseite von „Mobil für Lehrte” zu surfen und dabei einen bemerkenswerten Kommentar zu finden. Bemerkenswert weil so schön haßerfüllt, dass man schon fast die physische Bedrohung spürt.Dort beschwert sich ein Pascal Rosenberg über die Kampagne von „Mobil für Lehrte” und die Stammtisch-Argumente der Initiative. Und weil er das alles für unsachlich hält, schämt er sich sogar dafür, mit den Baumarktgegnern in einer Stadt wohnen zu müssen.
Nun kann natürlich jeder seine berechtigte Kritik an den Kritikern überall loswerden – deswegen gibt es ja diese schönen Kommentarfunktionen – aber naja, sich für jemanden zu schämen. Vor allem schämt er sich natürlich auch für alle Bürger, die bisher unterschrieben haben. Man müsste also bei genauer Betrachtung eine Menge Leute ausweisen und z.B. nach Sehnde übersiedeln, um unsere kleine Stadt wieder kritik-frei und rein zu bekommen. Ist auch eine Möglichkeit.
Leider ist die großartige Widerlegung der Argumente natürlich mind. so plakativ wie sie auch zumindest in Teilen falsch ist. Wer im Glashaus sitzt …
So kann man sich ganz bestimmt, und das bemängeln wohl die meisten Befürworter eines neuen Baumarktes, über die Lehrter Preise, die Lehrter Auswahl und meinetwegen über die Lehrter Freundlichkeit beschweren. Da gibt es dann unterschiedliche ganz persönliche Erfahrungen.
Weniger persönlich und weniger auf Erfahrungen gebaut sind allerdings beispielsweise die Lohn-, Betriebsrats- und Einzelhandelsargumente.
Wer was zu den Löhnen wissen will und meinetwegen auch den immer wieder gern ins Spiel gebrachten Artikel aus dem Spiegel zu den Betriebsräten, der investiere doch einfach mal 2,5 Minuten seiner kostbaren Zeit, werfe eine Suchmaschine seiner Wahl an und tippe die Begriffe +OBI +Arbeitgeber oder +OBI +Betriebsrat oder +OBI +Tarif ein und siehe da … man wird recht schnell fündig und erfährt, dass die OBI-Gruppe schon seit Jahren nicht mehr im Arbeitgeberverband ist und somit auch keine Tarifverträge hat. Man findet weiterhin, dass schätzungsweise 40 von 330 OBI-Märkten einen Betriebsrat haben und zuletzt findet man Aussagen zu „Hungerlöhnen”, mangelnden Chancen, Ausbeutung und Mitarbeiterflucht. Letzteres kann man nachlesen im Forum obi-betriebsraete.de.
Herr Rosenberg kann sich also glücklich schätzen, einen glücklichen OBI-Mitarbeiter zu kennen.
Beim Lesen fällt aber weiterhin der Punkt „Anpassung an aktuelle Wirtschaftslage” auf. Der durchschnittliche Denker stellt sich dabei sofort die Frage, ob unter Anpassung bei Herrn Rosenberg dann wohl gemeint sein mag, sich anstandslos und ohne Widerspruch zum Fallbeil führen zu lassen: „Die Welt ist böse, die Wirtschaft liegt am Boden, meine Investitionen sind pfutsch, ich bin selbst schuld an allem, nun muss ich auch büßen. Bitte lieber Richter: Walte Deines Amtes!”
Ich weiß leider nicht, in welchem Paralleluniversum Herr Rosenberg lebt, aber ich halte es fast schon für einen natürlichen Instinkt, dass Menschen (also auch Geschäftsleute) ihre Existenz retten möchten. Man muss auch fragen, wie sie sich denn hätten entwickeln sollen in einer kleinen Stadt wie Lehrte. Die Argumentation ist leider so wirtschaftsliberal, dass selbst Herr Westerwelle mit den Ohren schlackern würde. „Ich kann nicht fressen, also werde ich gefressen. Tja, dann ist das wohl so.” Mensch, selbst die Lehrter FDP hält hier den Mittelstand noch für erhaltenswert. Und das sind beileibe keine Gutmenschen.
Er möchte von der Initiative, dass sie was für die Attraktivität der Stadt tut. Das tut sie! Falls Herr Rosenberg hier in Lehrte wohnen sollte weiß ich auch nicht, wie er sich diese Stadt perspektivisch vorstellt: E-Center, OBI, Bahnhof und der Rest wird Ghetto? Mmmhh, kann nicht das Ziel sein.
Zuletzt fällt mir auf, dass leider die Verkehrsargumente von ihm nicht angesprochen worden sind. Vergessen oder keine guten Worte?
Und ganz zum Schluss: Herr Rosenberg braucht doch nun gar nicht mehr auf die bunten Plakathersteller, Agitatoren, Zukunftsverweigerer und Angsthasen zu schimpfen, denn schon bald werden ALLE BÜRGER befragt und dann kann sich auch Herr Rosenberg mit all seiner Kompetenz voll ins Zeug legen.
Mal schauen, ob da noch mehr kommt.” Zitat Ende.
Mfg,
André Tepper
Mich erinnert das alles an die Angst der Menschen von vor 150 Jahren bei Einführung der Eisenbahn.
Wer in unser bestehenden Baumärkte reinschaut geht letztlich doch bei Hornbach einkaufen.
Frage: Warum wurde der neue Baumarkt bei der Verkehrsplanung nicht berücksichtigt? Da hat wohl jemand eindeutig versagt!
Die Unterschriftenaktion halte ich für fragwürdig. es wird Druck (psychologisch) auf die Geschäftsleute ausgeübt. Dies ist abzulehnen.!
Da kann ich nur zustimmen.Warum gehen wir in Lehrte nicht gleich zurück ins letzte Jahundert den genau aus dieser Zeit sind die bestehnenden Baumärkte in Lehrte. Und genau das ist der Grund das ich in Zukunft mein Kreuz weder bei SPD noch den Grünen machen werde und in meinen Freundeskreis die alle SPD wähler waren sehen das genauso.
Ich sage nur 5.000.000 Arbeitslose unter SPD. Genau deshalb macht mich so etwas Sauer das sollen Neue Arbeitsplätze in Lehrte geschaffen werden und schon wird wieder alles blockiert.
Eins habe ich aber doch noch.Wer hat den damals gegen Lidl unterschriften gesammelt als Sie nach Lehrte kammen ? als Arbeitgeber sind die doch ein Witz ! Ich kann mich nicht erinnern das OBI je solche schlagzeilen gemacht hat wie Lidl.Kann es nicht einfach auch nur Sein das dies Theater nur von Freunden des Inhaberes des benachbarten Baumarktes ausgelöst wird ! Und wenn oben von Löhnen gesprochen wird ich kann ich nur sagen das OBI besser zahlt als der bestehende Baumarkt und das schreibe ich aus eigener Erfahrung und kann dies in meinem Falle auch beweissen da ich bei beiden Firmen schon gearbeitet habe.
Da kann ich meinem Namensvetter nur Recht geben. Dieses Theater um die C-Fläche und OBI ist doch nur eine Farce.
)
Man soll doch mal überlegen was OBI für eine Bereicherung für Lehrte ist , mal abgesehen von den Arbeitsplätzen. Und als kleiner Nebeneffekt kommen noch genug Steuern auf´s Städtische Konto. Ich glaube auch das die Ansiedlung des Baumarktes für das Zuckercenter nur zum Vorteil sein wird , denn wer zu Baumarkt kommt wir dann wahrscheinlich auch mal schnell im Center einkaufen.
Aber warten wir mal ab was unsere Politiker in Lehrte in dieser Angelegenheit machen werden, kann ja nichts gutes bei rauskommen wie man in so manch anderen Beschlüssen gesehen hat. (z.B Kreisel
Ich kann mich dem H.Tepper nur anschließen. OBI hatte als Arbeitgeber mal einen guten ruf aber diese Zeiten sind mit dem Rücktritt des CEOs und Gründer von OBI, Manfred Maus lange vorbei. OBI sagt, meine ich gelesen zu haben 45 Vollzeit und 20 Teilzeit stellen in Lehrte zu schaffen ! Sicher werden hier neue Arbeitsplätze entstehen fragt sich aber wie viele es wirklich werden. Wenn ich bedenke das in OBI Märkten mit 12000 m² Fläche die doppelt so groß sind wie der hier in Lehrte wird, zusammen grade mal 70 Mitarbeiter beschäftigt sind, ist dies sehr fragwürdig. Zudem muss berechnet werden das Lehrte und Sehnde momentan zum Einzugsgebiet des OBI Marktes in Laatzen gehört und der Neue Markt in Lehrte diesen Umsätze in Millionenhöhe abnehmen wird. Jeder der sich Betriebswirtschaftlich ein bisschen auskennt weis das sich die Personalkosten in einem Baumarkt zwischen 10-13 % vom Umsatz bewegen sprich was passiert mit den Mitarbeitern in Laatzen und in Linden wen diesen Umsätze fehlen ? Da OBI aber Mittlerweilen lieber auf kostenlose Praktikanten setzt schätze ich mal, das maximal die hälfte der angekündigten Stellen besetzt werden.
Was H.Tepper oben Zum Thema „Hungerlöhnen”, mangelnden Chancen, Ausbeutung und Mitarbeiterflucht schreibt kann ich auch nur bestätigen soll doch die Frau Bürgermeisterin sich mal ins Auto setzen, nach Laatzen fahren und dort, ohne das der Marktleiter daneben steht die Mitarbeiter befragen. Dort haben Mitarbeiter für 6 Euro die Stunde gearbeitet.
Erst nachdem es ein Gerichtsurteil gegen Tengelmann (KIK Urteil) gab wurden dort die Löhne erhöht.
Mangelnde Chancen ! Keine Chance wäre besser formuliert. Und wieder sage ich Frau Bürgermeisterin aus Lehrte kommen Sie nach Laatzen und fragen wie viele Mitarbeiter aus den eigenen Reihen dort in den letzten Jahren aufgestiegen sind ! Das können Sie genau an einem Finger abzählen. Um bei OBI aufzusteigen müssen Sie ein Bekannter oder Freund des Regionalleiters oder Vertriebsleiters sein.
Ausbeutung ja ! aber bei OBI heißt das anders! dort nennt man das in Vorleistung treten Sie wollen ja mal irgendwann aufsteigen oder mehr Geld verdienen.
Mitarbeiterflucht ! Findet zurzeit auch in dem OBI Laatzen statt, da die Mitarbeiter irgendwann merken das Sie Jahre in Vorleistung getreten sind, ohne Aufgestiegen oder mehr Geld bekommen zu haben.
Zum Schluss noch, nein ich Arbeite nicht bei OBI aber mein Mann und der wurde in der Vergangenheit Psychisch genauso wie ein paar Kollegen schon richtig fertig gemacht.